Abreisetag – Das war’s mal wieder

Heute ist Samstag, der 17.12.2016. Nach dem Aufstehen geht’s unter die Dusche und als nächstes packe ich meinen Koffer, gestern hatte ich keine Lust mehr dazu.

Piki kommt angestürmt und begrüßt mich. Nach einem Kaffee gehe ich mit dem Hund in den Park. Es sind dort zwei abgesperrte Bereiche für Hunde. In einem ist viel los, es sind mindestens 10 Hunde darin und spielen miteinander. Der andere ist leer.

Da ich nicht weiß wie Piki auf die anderen Hunde reagiert und mein Spanisch dann doch noch nicht so ausgeprägt ist, dass ich mich mit den anderen Hundebesitzern unterhalten kann, gehen wir in den leeren Bereich.

Ich schmeiße den mitgenommenen Tennisball und Piki rennt wie wild herum, scheint ihm zu gefallen. Nach einiger Zeit gehen wir wieder zurück, Iker hat für heute Hamburger und Hotdogs geholt. Wir essen und spielen noch etwas mit dem Hund. Dann ist es auch schon Zeit für mich zum Busbahnhof zu gehen. Ich verabschiede mich und laufe los.

Am Busbahnhof verstaue ich den Koffer unten im Bus und suche mir einen Platz; der Bus ist komplett voll und startet um 15:10 Uhr.

Nach gut einer Stunde Fahrt sind wir gegen 16:20 Uhr am Flughafen. Ich sehe grade unsere Maschine landen.

Diesmal muss ich im Flughafen zu den Gates ganz nach hinten. Ich habe gestern noch online eingecheckt und gehe direkt zur Sicherheitskontrolle. Wie nicht anders erwartet geht alles glatt und ich „darf“ heimfliegen. 🙁

Ich hole im Duty-Free Shop noch die versprochenen Zigaretten und mir für den Flug noch 2 kleine Flaschen Wasser. Kurz darauf geht auch schon das Boarding los. Perfektes Zeitmanagement heute.

Nachdem alle im Flieger sind – der ist wie beim Herflug nur gut halb besetzt – starten wir mit 10 Minuten Verspätung. Diesmal sitzt eine ältere Dame in meiner Reihe am Gang, der Platz in der Mitte ist frei.

Martin habe ich gestern auch noch über die planmäßige Ankunft in München informiert, er holt mich dann ab.

Wir landen um 23.15 Uhr in München. Auf einen Koffer muss ich ja nicht warten, also geht’s direkt zum Ausgang, wo Martin schon wartet. Wir fahren also nach Nürnberg und ich bin um 1:10 Uhr in meiner Wohnung. So schnell sind also die zwei Wochen vergangen.

Familienzuwachs

Heute ist es stark bewölkt. Es sieht sehr nach Regen aus. Ich gehe nach dem Frühstück in den „Parque la Granja“. Der Himmel reißt etwas auf und die Sonne kommt durch die Wolken. Es ist angenehm warm. Ich setzte mich auf eine Liege und genieße die Sonne.

Dann essen wir zusammen und spätnachmittags mache ich mich nochmal auf den Weg in die Stadt. Vor einer Bar fährt ein Junge mit einem Elektroscooter herum. Er beherrscht das Gefährt perfekt. Ich trinke ein Bier und komme mit den Barbesitzern ins Gespräch.

Der Chef war auch schon in Berlin, München und Köln und sein Sohn – das ist der, der mit dem Scooter rumgefahren ist – begrüßt mich auf deutsch, als er mitbekommt, dass ich aus Deutschland bin.

Mittlerweile regnet es leicht und es ist windig. Jetzt wäre es ohne Jacke schon etwas unangenehm; trotzdem sitze ich draußen unter einem Schirm. Immerhin darf man nicht vergessen, dass in einer Woche Weihnachten ist. 🙂

Kurz darauf erhalte ich eine Nachricht von Arancha. Sie ist mit ihren Freunden im Café. Ich gehe also dort hin und wir sitzen einige Zeit dort und verabschieden uns dann.

Nach einem kurzen Einkauf gehen wir zur Wohnung. Iker hat einen Hund bekommen, den er heute mitbringt. Leire ist bis Sonntag nicht da. Für sie wird der Hund eine Überraschung zu Weihnachten.

Er heißt Piki und ist ca. 1 Jahr alt. Von den bisherigen Besitzern, einem älteren Ehepaar,  ist der Mann verstorben und die Frau kann sich nicht mehr um den Hund kümmern.

Der letzte Abend ist also nun da. Wir amüsieren uns köstlich mit dem Hund, er ist sehr ruhig und brav, aber auch total verspielt.

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Stromausfall

Buenos días amigos. Immer das gleiche in der Früh: Aufwachen – Aufstehen – Kaffee; ihr kennt das ja schon.

Iker ist grade dabei zur Uni zu gehen, Arancha und Leire sind schon weg. Ich spüle inzwischen ab. Als Arancha zurück kommt kochen wir, sie holt dann die Kleine von der Schule ab und es gibt Essen. Iker kommt wie immer etwas später heim, weil er ja erst von La Laguna nach Santa Cruz fahren muss.

Nach dem Essen sitzen wir zusammen, als plötzlich um 14:15 Uhr der Strom weg ist. Es ist aber keine Sicherung raus, sondern im ganzen Haus ist kein Strom mehr. Wie es aussieht, hat offenbar sogar das ganze Viertel keinen Strom.

Leire muss nachmittags wieder zur Schule und ich mache mich auch auf den Weg, um etwas raus zu gehen. Ich nehme vorsichtshalber mal eine leichte Jacke mit, denn es ist sehr bewölkt und windig heute und es könnte evtl. auch regnen, was es aber zum Glück dann doch nicht tut.

Weil durch den Stromausfall ja auch die Aufzüge nicht funktionieren, heißt es vom 10. Stock die Treppe runterlaufen. Naja, ich bin ja in der Übung… 🙂 Während ich so durchs Treppenhaus gehe, frage ich mich, was wohl wäre, wenn ausgerechnet während des Stromausfalls gerade jemand im Aufzug war? Dem war aber offenbar nicht so – zumindest höre ich keine Hilferufe oder ähnliches.

Ich laufe also durch die Straßen – erkunde immer wieder mal neue Wege – und mache einen kurzen Stop in der Cafeteria von gestern. Heute probiere ich mal das „Dorada Especial Negra“ – Nein, es ist wider Erwarten kein dunkles Bier; es sieht aus wie ein Helles, schmeckt aber deutlich malziger. Nicht schlecht, das „Roja“ gestern fand ich aber besser.

Ich gehe dann wieder Richtung Wohnung und sehe, dass der gesamte Block komplett dunkel ist. In einigen Fenstern ist das Flackern von Kerzenlicht zu erkennen. Der Hiperdino im Keller des Gebäudes ist nur teilweise beleuchtet, hat aber geöffnet – vermutlich haben die eine Notstromversorgung. Der Platz vor dem Haus ist auch völlig finster, trotzdem spielen die Kids dort, allerdings nicht so viele wie sonst. 🙂 An der Straße ist ein Trupp von Monteuren offenbar dabei das Problem mit dem Stromausfall zu beheben.

Ich drehe also wieder um, da laut einer WhatsApp-Nachfrage auch Arancha und Iker noch nicht zuhause sind. Ich laufe noch ein bisschen durch die Straßen, bis ich gegen halb 9 die Nachricht bekomme, dass Arancha jetzt zuhause ist. Also mache ich mich auch auf den Rückweg. Ich laufe um 20.45 Uhr über die Straße auf das immer noch völlig dunkle Haus zu.

Ich bin grade dabei, mich damit abzufinden, dass ich jetzt fast 200 Treppenstufen bis in den 10. Stock laufen muss, als plötzlich das Licht im Eingang angeht. Glück muss man haben… Der Strom ist nach 6,5 Stunden wieder da. Ich kann also mit dem Aufzug fahren, wenngleich das Laufen sicher auch nicht geschadet hätte. 😉

Alle freuen sich, dass wieder Stom da ist, denn die Handys waren schön langsam auch alle leer… Ich hätte allerdings noch etwas mit der Powerbank überbrücken können…

So aufregend geht also der vorletzte Abend zuende.

Ein eher ruhiger Mittwoch

Heute ist irgendwie ein „Faulenz“-Tag. Erst mal lange ausschlafen, Iker muss heute auch erst später weg. Wir sitzen auf dem Sofa, schauen „Alerta Cobra“ (Alarm für Cobra 11 – auf Spanisch) und quatschen ein bisschen.

Danach kommt Arancha heim und wir kochen. Es gibt Patatas fritas, Huevo frito und Arroz (also Pommes, Spiegelei und Reis), dazu das restliche Gulasch von gestern.

Nachmittags gehe ich zur Pasteleria „El Aderno“ und kaufe ein paar Sachen zum Probieren. Die Bäckerei wurde mir sehr empfohlen. Es gibt dort aber kein Brot und keine Semmeln, sondern nur Kuchen und Torten.

Anschließend laufe ich noch durch die Stadt,  setzte mich in ein kleines Cafe und genieße ein „Dorada Especial Roja“ (Rotbier). Das ist hervorragend. Am Nachbartisch streiten sich zwei Engländer. Die Frau wird immer lauter und schleudert plötzlich ihr Glas mit einem Schwung aufs Pflaster, wo es laut klirrend zerspringt. Touristen… 🙂

Nachdem ich ausgetrunken und bezahlt habe, gehe ich zurück und wir probieren noch die Gebäckstücke.

Soviel also zum Mittwoch. 😉

Deutsche Küche am Dienstag

In der Früh ist erst mal einkaufen angesagt. Wir brauchen noch Fleisch und ein paar andere Sachen fürs Mittagessen. Arancha muss um 11:00 Uhr los und ich fange langsam an zu kochen.

Um kurz nach 12:00 Uhr kommt Iker heim, früher als sonst, denn die letzte Stunde ist ausgefallen. Nachdem auch Arancha und Leire zuhause sind essen wir zusammen. Das Gulasch schmeckt allen und auch die Semmelknödel kommen gut an. Puh –  Glück gehabt…  🙂

Nach dem Abspülen gibt’s noch einen Kaffee und dann muss Leire auch schon wieder in die Schule. Ich gehe in den Park und mache Siesta.

Der „Parque García Sanabria“ ist mitten in der Stadt und ziemlich groß. Alte, große Bäume und Springbrunnen sowie viele Bänke laden zum Verweilen ein. Ich laufe durch die Wege und halte mich ca. 1,5 Stunden dort auf. Die Sonne scheint und der Himmel ist strahlend blau.

Dann gehe ich weiter durch die Gassen bis zum „Plaza de España“. Auch dort bleibe ich einige Zeit und genieße das schöne Wetter.

Langsam bricht die Dunkelheit herein und die Weihnachtsbeleuchtung geht an. 🙂 Die Straßen füllen sich mit den Einheimischen und der übliche abendliche Trubel setzt ein.

Ich laufe durch die belebten Straßen, verweile hin und wieder für einige Zeit und entschließe mich dann irgendwann wieder zurück zur Wohnung zu gehen. Dort angekommen klingt der Abend dann vor dem Fernseher aus.

 

Eine neue Woche beginnt – leider die vorerst letzte hier…

Als ich aufstehe sind schon alle aus dem Haus. Ich mache mir einen Kaffee, surfe ein bisschen im Internet und lasse den Tag langsam beginnen.

Mittags essen wir zusammen, es gibt Suppe, gebratenes Fleisch und Salat.

Leire muss nachmittags wieder in die Schule und Iker lernt. Ich mache mich auf den Weg in die Stadt. Vor dem Hiperdino direkt vor dem Haus stehen jede Menge Polizisten. Es liegt jemand regungslos auf dem Boden. Kurz darauf kommt die Ambulanz und lädt denjenigen ein. Keine Ahnung, was da passiert ist.

Mein Weg führt mich durch die belebten Straßen, wo ich mich auf eine Bank setze – es ist fast windstill und mit gut 20 Grad angenehm warm. So lässt es sich im Dezember doch aushalten.

Beim Zurücklaufen treffe ich in einem Cafe auf ein paar von Aranchas Freunden. Ich werde sofort eingeladen und setzte mich dazu. Wir sprechen ein bisschen und dann verabschieden sich alle. Ich gehe auch zurück in die Wohnung. Wir schauen noch etwas fern und besprechen den morgigen Tag. Ich koche morgen Gulasch mit Semmelknödel – die kennen die hier auch nicht, tzz, tzz, tzz…

 

Immer wieder Sonntags

Heute ist Sonntag und wir stehen alle später auf. Es ist so gegen 10:00 Uhr.

Nach einem Kaffee ist heute Lebkuchenbacken angesagt. Nachdem wir das hinter uns gebracht haben, gibts Pizza und dann ist erst mal Siesta 🙂

Am Abend gehe ich noch ein bisschen in die Stadt. Ich laufe durch die mit bunten Lichtern geschmückten Straßen und trinke ein Bier in einer Bar. Es sind eine Menge Leute unterwegs und ich schaue dem bunten Treiben zu.

Kurz nach 21:00 Uhr mache ich  mich auf den Rückweg. Die Temperatur ist mit ca. 20 Grad noch angenehm, zumindest für mich. Die Canarios empfinden es jetzt schon als kühl.

Zurück in der Wohnung schauen wir noch etwas fern und gehen dann ins Bett. Morgen müssen alle wieder füher raus.

Das wars zum nicht sehr spektakulären Sonntag.

Allen einen guten Wochenstart. Hasta luego.

Halbzeit

Heute ist Brotbacktag auf Teneriffa. 🙂

Ich habe ja vor einigen Tagen einen Sauerteig angesetzt, der offensichtlich auch was geworden ist. War gar nicht so einfach hier ein Roggenmehl zu finden, im Hiperdino gab es aber – wie schon geschrieben – eine „Öko-Ecke“ in der ich „Harina de centeno“ bekommen habe.

Ich mache also nach dem Aufstehen erst mal einen Kaffee und dann den Brotteig. Es gibt die üblichen Sorten, also Haselnuss, Schinken-Käse-Röstzwiebeln und ein „normales“ Brot. Das mit den Peperonis lasse ich aber heute weg. Es gibt hier zwar die eingelegten „Guindillas“, aber die sind sehr scharf und daher m.E. für das Brot eher nicht geeignet.

Bei dem Klima hier geht der Teig sehr schön und schnell auf. Nach dem Backen mache ich mit Iker noch einen weiteren Teig für die „Zwei leckeren Brote“; eines mit Schinken, Käse, Zwiebeln und Eiern und eins mit Nuss-Nougat-Creme und Bananen. Ich mache das pikante vor und Iker macht das süße alleine nach. Ich gebe ihm das Rezept und denke, das wird er noch öfters backen. 🙂

Nach dem Brotbacken gibt’s spanische Tortilla mit Kartoffeln, Chorizo und Ei; dazu Salat und Brot…

Die von mir vor ein paar Tagen gekauften „Roggenbrote“ waren – wie erwartet – recht schnell alt. Geschmacklich waren beide gut, man konnte beides am zweiten Tag noch essen, am dritten aber schon nicht mehr. Ich glaube nicht, dass die mit richtigem Sauerteig gebacken waren.

Am Nachmittag wird der Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt. Hier findet das Weihnachtsspektakel schon in der gesamten Adventszeit statt. Nach dem Schmücken ist erst mal „Siesta“.

Abends gehen wir wie immer ins Cafe. Irgendwie ist jeden Tag jemand neues da. Mittlerweile kenne ich gut 10 Leute hier. Alle sind sehr freundlich und versuchen langsam mit mir zu sprechen. Heute probieren alle von dem Brot und sind begeistert. Tja, so was gutes bekommt man hier wohl nicht alle Tage. 😉

Nach dem Cafe geht’s noch kurz zum Mercadona – einkaufen. Das ist hier ganz normal, die Zeiten sind vollkommen verschoben. Die Supermärkte haben hier regulär bis 21.30 Uhr offen.

Zurück in der Wohnung mache ich mir noch ein Brot und verschwinde dann in meinem Zimmer. Genug für heute. Außerdem musste ich grade feststellen, dass schon eine Woche vorbei ist – wie doch die Zeit vergeht, wenn man sich vergnügt…

Buenas Noches Amigos

Excursion

Um 9:00 Uhr stehe ich vor dem Haus. Zwei Minuten später kommt Andres auch schon angefahren. Ich steige in seinen Mitsubishi-Jeep ein und wir fahren Richtung Norden. Als erstes halten wir in Agua Garcia an einer kleinen Gofio-Mühle. Gofio ist ein Erzeugnis, das durch Vermahlen gerösteten Getreides gewonnen wird. Der „Müller“ erklärt mir, dass es sehr wichtig ist, den genauen Röstzeitpunkt zu finden, sonst wird der Gofio nix.

Danach besuchen wir nur ein kleines bisschen weiter eine kleine Produktionsstätte für Sidre, also Apfelwein. Die hat dieses Jahr den 3. Platz in Europa belegt. Jährlich werden dort ca.  6000 Liter Apfelwein hergestellt.

Anschließend geht es weiter zur Finca von Andres. Die liegt auf etwa 950 Meter Höhe. Er hat hauptsächlich Apfelbäume, aber auch Zitronen und Orangen. Ich gehe ein bisschen durch die Plantage und dann weiter in Richtung Wald.

Der Weg führt zu einem großen Platz mit Grills und Sitzgelegenheiten, der parkähnlich angelegt ist. Dort verweile ich ein wenig und genieße die Sonne. Es ist hier oben leicht windig bei ca. 16-18 Grad. Wenn die Sonne scheint, kommt es einem aber deutlich wärmer vor. Es ist jetzt halb 11 und ich bin alleine. Auf dem Parkplatz stehen zwei Busse. Innerhalb einer halben Stunde wimmelt es in dem Park vor Kindern. Ich gehe wieder zurück, mache ein paar Bilder und bin um ca. 11:45 Uhr zurück an der Finca.

Um 12:00 Uhr fahren wir los und halten zwischen Ravelo und Agua Garcia in einem kleinen Restaurant namens „El Canario“. Dort git es Rotwein und Gofio. Dazu Mojo rojo und Mojo verde sowie Zwiebeln. Der Gofio ist mit einer Art Suppe vermisch und dadurch wie ein Brei, etwa vergleichbar mit einem festen Kartoffelbrei. Mit den Zwiebeln und den Mojos ist das schon gut, macht aber auch wahnsinnig schnell satt.

So gestärkt geht es zurück nach Santa Cruz. Nachmittags hat Arancha einen Nachhilfeschüler. Im Anschluss gehen wir ins Cafe. Ich werde heute eingeladen mich zu Andres und den beiden anderen Männern an den Tisch zu setzen. Wir versuchen so gut wie möglich zu kommunizieren. Anschließend gehen wir noch kurz was Einkaufen und dann zurück in die Wohnung. Nach einer Dusche ist auch dieser interessante Tag vorbei.

In der Weihnachtsbäckerei…

Heute ist – wie schon erwähnt – Feiertag. Ich habe gestern noch die Teile ür die Lebkuchenhäuser gebacken und heute früh gings erst mal mit Vanillekipferl los. Ich muss hier mal ein bisschen deutsche Tradition einführen 🙂

Wie nicht anders erwartet schmecken die Kipferl hervorragend und wir fangen mit dem Zusammenbau der Häuschen an.

Es sind acht Stück geworden. Wir brauchen insgesamt ca. 3 Stunden. Dann ist alles geschafft.

Hier das Ergebnis:

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Im Anschluss gibt es „Arepas“ – das sind Maisfladen mit Schinken, Chorizo, Käse, Tomaten sowie einer Masse aus Mais, Tunfisch, Zwiebeln und etwas Mayonnaise.

Iker geht danach mit einem Freund zum Lernen ins TEA (Tenerife Espacio de las Artes), dort ist auch die Zentralbibliothek, in der sich u.a. etwa 200 Arbeitsplätze an Schreibtischen mit Beleuchtung und Stromanschluss sowie freiem WiFi-Zugang befinden.

Anrancha, Leire und ich gehen nach einer Siesta nochmal raus. Wir brauchen Klarsichtfolie und Geschenkband zum Einpacken der Häuser. Die China-Läden haben auch heute geöffnet, also schauen wir dort einfach mal; da gibts eigentlich alles.

Zuerst gehts aber ins Cafe. Dort treffen wir wie immer Aranchas Freundinnen; mittlerweile kennen mich schon fast alle und sprechen auch mit mir. Arancha hat ihr Lebkuchenhaus mitgenommen und sofort machen sich alle drüber her. Die Kids fangen an die Süßigkeiten runter zu futtern und als die weg sind, gehts dem Lebkuchen an den Kragen.  Es sieht aus, als wäre eine Horde Mäuse darüber hergefallen:

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Auch die Erwachsenen machen aber nicht halt – vor allem hats ihnen anscheinend der Lebkuchenteig angetan – und innerhalb kurzer Zeit war dann schließlich das ganze Haus verputzt.

Zu der Truppe gesellen sich dann noch zwei Herren, auch Freunde von allen (so genau hab ich das Konstrukt noch nicht durchschaut), mit denen ich mich auch etwas unterhalte. Einer der beiden – sein Name ist Andres – lädt mich ein morgen seine Finca anzuschauen. Da sag ich nicht nein und lasse mich mal überraschen.

Zurück in der Wohnung packen wir noch die Häuschen in die Folie ein und lassen dann den Tag ausklingen. Morgen ist wieder ein normaler Arbeitstag mit Schule usw. und ich muss auch um 9:00 Uhr abholbereit sein.

Ein ganz normaler Mittwoch…

Ich wache um 9:00 Uhr auf,  der Himmel ist stark bewölkt. Arancha ist grade mit Leire unterwegs zur Schule. Iker kommt grade aus dem Bad. Nach einem Kaffee verlassen die beiden das Haus; Arancha muss zur Arbeit und Iker in die Universität – er studiert Logopädie.

Ich packe meine sieben Sachen und gehe los. Als erstes suche ich den China-Laden, in dem ich 2014 und auch die beiden Jahre danach, wenn ich kurz zu Besuch war, immer gestöbert habe. Am alten Standort ist er nicht mehr, nur das Firmenschild ist noch da. Das geht ja mal gar nicht… Im Fenster hängt ein Schild, dass der Laden zu vermieten ist und darüber, dass er umgezogen ist, ca. 200 Meter weiter in der Querstraße –  mit neuem Namen. Dort finde ich ihn schließlich auch und bin angenehm überrascht. Der Laden ist groß und übersichtlich, nicht mit so engen Gängen wie vorher.

Weiter geht’s zum Markt, wo ich mir am Stand der deutschen Bäckerei eine Breze und die ein kleines Roggenbrot (eher schon fast ein Brötchen) kaufe. Der Verkäufer spricht aber nur ein wenig deutsch, also reden wir kurz in spanisch ein paar Worte. Er fragt wo ich herkomme und erzählt, dass er schon mal in Frankfurt war. Die nächste Kundschaft kommt und wir verabschieden uns wieder.

Nach dem ganzen Rumlaufen brauch ich jetzt mal eine kleine Pause. Ich gehe also zum „Plaza de la Candelaria“ ins „100Montaditos“ (aufmerksame Leser werden es schon vom Montag und ggf. noch aus 2014 kennen).

Ich trinke ein Bier, schaue den Leuten auf der Straße zu und genieße das Wetter… Anschließend mache ich mich auf den Rückweg. Leire kommt kurz nach Eins aus der Schule und muss um kurz nach Zwei schon wieder zum Unterricht. Mittags gibt es gebratene Koteletts und Salat – was schnelles halt. Iker ist noch nicht da. Nachdem Arancha und Leire weg sind, mache ich mich auch nochmal auf den Weg. Ich muss ja noch für morgen einkaufen.

Als erstes gehe ich in einen Park (davon gibt es einige in der Stadt) und mache Siesta. Die Wolken haben sich etwas aufgelockert und die Sonne blitzt ab und zu durch. Es ist einfach genial am 7. Dezember kurzärmlig bei 22-24 Grad draußen zu sitzen. Ich könnte mich dran gewöhnen.

Danach laufe ich nochmal durch die Stadt, gehe den Rest für die Lebkuchenhäuser morgen einkaufen und bin schließlich gegen 17:30 Uhr zurück in der Wohnung. Arancha geht mit Leire grade raus um auch ncoh etwas einzukaufen und ich mache inzwischen den Teig für die Lebkuchenhäuser. Es werden 8 Stück und um 22:45 Uhr ist alles fertig gebacken. Noch schnell unter die Dusche und ab ins Bett.

Hasta mañana, amigos!

Leider etwas verspätet der Bericht vom Dienstag

Ich habe extrem gut geschlafen, gegen 9:30 Uhr stehe ich auf. Es ist „Fiesta“ – also Feiertag.

Einige Läden haben offen, andere zu. Ich mache wie immer einen ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt. Iker kocht heute das Essen. Es gibt einen Auflauf mit Kartoffeln, Schinken und Käse sowie Sahnesoße. Es schmeckt sehr gut und ich melde mich gleich mal für das Rezept an. 🙂

Ich gehe dann nachmittags meine Rezepte durch – wir wollen am Donnerstag nämlich Lebkuchenhäuser machen und da ist schon wieder Feiertag. Also muss ich spätestens am Mittwoch noch alles dafür einkaufen.

Danach gehe ich mit Arancha noch ins „Centro Comercial“. Sie will nach Weihnachtsgeschenken schauen. Im „Meridiano“ gibt’s jede Menge großer und kleiner Geschäfte und zahlreiche Stände auf den Gängen. Ich schaue mich einfach um, wo es was gibt und wo was am günstigsten ist.

Wieder zurück, gehen wir einen Kaffee trinken und dann in die Wohnung. Abends gibt’s nur noch ein bisschen fernsehen und dann reicht es mir für den Tag… Daher auch die verspätete Berichterstattung. Ich glaube ich hätte andere Schuhe gebraucht für meine „Wanderungen“…

Leire, die Tochter von Arancha kommt abends nach Hause, sie war bei Verwandten und muss morgen wieder in die Schule. Ich werde also erst morgen auf sie treffen.

Hasta luego!

Montag

Ich wache auf, draußen scheint die Sonne und es ist 9:00 Uhr.

Arancha ist grade dabei zur Arbeit zu gehen. Iker schläft noch. Nach zwei Kaffee gehe ich erst mal runter zum Hiperdino-Supermarkt und schau mich etwas um. Beim Betreten schallt mir „I’m dreaming of a white christmas“ um die Ohren… Wie passend auf Teneriffa, wo es nie schneit (außer oben auf dem Teide).

Wieder zurück, kommt Iker grade aus seinem Zimmer und geht ins Bad. Wir sitzen dann noch einige Zeit im Wohnzimmer und unterhalten uns etwas (soweit ich was verstehe; er redet nämlich immer sehr schnell und verschluckt – vor allem am Wortende – Buchstaben, wie es die Canarios gerne tun).

Dann schnappt er sich sein Rad und fährt ein bisschen durch die Gegend. Ich gehe runter in die Stadt. Ich kenne noch alles – es ist als wäre ich erst vor wenigen Tagen da gewesen, dabei ist es schon über zwei Jahre her.

Um kurz nach 1:00 Uhr bin ich zurück, Arancha ist schon da und hat Linseneintopf mit Kartoffeln und Chorizo vorbereitet. Wir machen noch einen Salat dazu und Iker, der mittlerweile auch zurück ist, macht noch Tortillas.

Nachmittags muss Arancha nochmal arbeiten und ich mache mich auf den Weg zu einem Supermarkt, in dem es Roggenmehl geben soll. Nachdem hier fast alles nur mit Weizen gebacken wird, ist das gar nicht so einfach.

Ich gehe also los und – wie soll’s auch anders sein – den Supermarkt gibt es nicht mehr oder er heißt jetzt anders, denn ein Supermarkt ist an der Adresse vorhanden. Ich gehe also durch die Regale und finde tatsächlich eine Packung Roggenmehl, aus Deutschland von der Fa. Diamant. Es ist allerdings die einzige Packung und die ist leider aufgerissen. Also lasse ich das und gehe weiter zum Plaza de Candelaria – ich brauch jetzt ein Bier. Dort befindet sich das 100 Montaditos, in dem ich schon 2014 immer mal wieder abgestiegen bin. 🙂 In einer Bäckerei auf dem Weg sehe ich ein „Pan centeno“, also ein „Roggenbrot“ liegen und nehme das direkt mit. Mal sehen was die hier so als „Roggenbrot“ unter die Leute bringen. Ich werde die nächten Tage berichten…

Ich lasse mir also eine Halbe Bier für 1,50 € schmecken und ziehe dann weiter. Ich schaue auf dem Weg noch beim Mercadona vorbei, aber die haben auch kein Roggenmehl. Im Hiperdino, direkt vor dem Haus, werde ich aber schließlich fündig. Dort gibt es eine „Öko“-Abteilung und die haben „Harina de centeno“. Perfekt! Ich brauche nämlich etwas davon für mein Lebkuchenhaus-Rezept, das wir zusammen machen wollen und evtl. backe ich mal ein richtiges Schwarzbrot. Ich setzte heute abend mal einen Sauerteig an und wenn der was wird – was eigentlich bei den Temperaturen kein Problem sein sollte – backe ich in den nächsten Tagen mal ein ordentliches Brot.

Zurück in der Wohnung treffe ich Iker, der gerade auf dem Sprung nach draußen ist. Ich gehe nach meiner Tour erst mal unter die Dusche und lass es dann gut für heute sein. Arancha hat angekündigt, dass es bei ihr heute etwas später wird.

Wen’s interessiert, hier noch meine „kleiner“ Spaziergang von heute:

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Der erste Tag…

Ich habe während des Einschlafens noch irgendwie mitbekommen, dass Iker heim gekommen ist. Muss so gegen 1 Uhr gewesen sein.

Um 10.00 Uhr stehe ich auf. Draußen scheint die Sonne und es hat 27 Grad (plus) 🙂 Arancha taucht gegen 10:30 Uhr in der Küche auf.

Wir trinken Kaffee und laufen dann in die Stadt. Iker schläft noch.

Heute ist Markt auf der Rambla Azul. Es sind viele Menschen unterwegs. Ich kaufe mir für 4 € eine Sonnenbrille, weil ich die natürlich vergessen habe. Wer denkt im Winter in Deutschland auch an sowas… 🙂

Dann trinken wir noch jeder einen Barraquito und dazu gibts frische Churros.

Zum Schluss kaufen wir noch Salat und Brot und machen uns dann auf den Heimweg.

Wir kochen „Pastel de pollo y bacon“. In der Zwischenzeit kommt Iker nach Hause. Wir begrüßen uns und wechseln ein paar Worte. Er macht dann „Patatas fritas“, die ich schon vorbereitet hatte.

Nachdem alles fertig ist essen wir zusammen. Nachmittag steht noch die Zubereitung von „Flan Caramel“ auf dem Programm.

Nach einer Siesta machen wir noch den Flan Caramel und gehen dann nochmal zum „Parque de la Granja“, in dem wir gestern schon Kaffeetrinken waren. Ich treffe wieder ein paar Leute von gestern und dazu noch ein paar neue. Ich höre hauptsächlich zu und versuche so viel wie möglich zu verstehen.

Wiede zurück lassen wir den Abend vor dem Fernseher ausklingen. Ich gehe so gegen 23:30 ins Bett.

Angekommen

Nachdem der Flieger um 13:20 etwas verspätet gestartet war sind wir um 17:15 Uhr Ortszeit in Teneriffa. Wir waren zwar um 12:55 mit dem Boarding fertig; der Start hatte sich wegen eines gemeldeten Gewitters aber um ca. 25 Minuten verzögert und beim Flug war laut des Piloten starker Gegenwind.

Der Vogel war maximal zu 70% besetzt, ich hatte meine Reihe komplett für mich alleine. Wie zu erwarten muss man für die Getränke an Bord zahlen. Zum Glück habe ich vorgesorgt und mir in Nürnberg noch eine Flasche Wasser gekauft.

Ich habe ja kein Aufgabegepäck, also gehe ich direkt aus dem Flughafen raus und suche meinen Bus. Um 18:30 Uhr bin ich dann in Santa Cruz und laufe die paar hundert Meter zu meiner Gastfamilie – ich kenn mich ja mittlerweile aus hier…

Arancha ist zuhause und nimmt mich in Empfang. Iker und Leire (ihre beiden Kinder) sind heute nicht da. Wir gehen zuerst einen Kaffee trinken, treffen ein paar Bekannte von ihr und kaufen dann noch etwas im Mercadona ein.

Nach dem Auspacken meines Koffers, einem Sandwich und ein bisschen spanischem Geplauder geh ich schließlich ins Bett. Der Tag war lang genug.

Buenas Noches

Am Flughafen

Meine Fahrt zum Münchner Flughafen habe ich diesmal über BlaBlaCar gebucht.

Ich fahre mit Stefan, der von Leipzig kommt und zur Allianz-Arena zum Fußballspiel Bayern München gegen Dynamo Dresden fährt.

Martin hat mich nach Fischbach gefahren, wo Stefan mich aufsammelt.

Wir fahren die A9 weiter, tanken in Allersberg und füllen in Greding das Wischwasser auf, welches kurz zuvor plötzlich ausgegangen war.

Die Autobahn ist frei, es ist ziemlich kalt und hinter Ingolstadt wird es plötzlich sehr neblig.

Gegen 10 Uhr kommen wir am Flughafen an und ich gehe Richtung Terminal 1. An der Information erfahre ich, dass mein Flug von Gate D05 abfliegt.

Ich schaue also wo der Bereich D ist und gehe dann auf direktem Weg zum Airbräu. 🙂

Dort gibts ein gutes Frühstück und ich kann die Wartezeit überbrücken.

Letzter Arbeitstag

So, das wichtigste ist abgearbeitet.

Arbeitsplatz ist ordentlich aufgeräumt und geputzt (glaube ich zumindest ;-)).

Zum Schluss noch die übliche Verabschiedungszeremonie…

Nun haben die Kollegen zwei Wochen Ruhe von mir. 🙂

Leider lerne ich die mögliche Azubine jetzt nicht kennen, weil das Probearbeiten genau in meine zwei Urlaubswochen fällt. 🙁