Heimflug

Früh heißt es noch die restlichen Sachen in die Koffer und Rucksäcke packen bevor es kurz nach 9:00 Uhr zum Frühstück geht. Ich muss zweimal umpacken, bis ich alles so habe, dass es gewichtstechnisch passt.

Nach dem Frühstück holen wir die Koffer und Rucksäcke von den Zimmern und bringen Sie erst mal zum Auto. Anschließend checken wir gegen 11:00 Uhr an der Rezeption aus. Wir kommen am Modell der Hotelanlage – welches wir noch fotografieren – mit einer Familie aus Deutschland ins Gespräch, denen ich noch ein paar Tipps für Ausflüge und Mietwagen gebe und verbringen den Rest des Vormittags dann auf der Hotelterrasse bei Kaffee, Tonic und Slush-Eis sowie einem Billardspiel.

Um 12:30 Uhr gehen wir noch kurz zum Mittagsbuffet (die Gazpacho war extrem gut) und fahren dann gegen 13:15 Uhr los in Richtung Flughafen.

Nach einem kurzen Tankstopp (91,7 Cent pro Liter) erreichen wir um 14:00 Uhr den Flughafen, geben das Auto ab und rollen mit unseren Koffern zu den Check-In-Schaltern. Dort sind wir um 14:20 Uhr und die Mitarbeiterin informiert uns, dass wir noch 10 Minuten warten müssen, bis der Schalter öffnet. Da wir ja unsere Bordkarten bereits haben, können wir direkt zum Gepäckaufgabeschalter, wo wir die ersten sind. an den beiden Schaltern nebenan stehen schon zwei lange Schlangen.

Nach der Kofferaufgabe setzen wir uns noch vor den Flughafen auf eine Bank, trinken das letzte Bier bzw. Cola aus unserer Minibar und genießen noch die letzte Sonne und den Wind.

Um 15:50 Uhr laufen wir schließlich durch die Sicherheitskontrolle, Legen unser Handgepäck auf das Band und warten ob er piepst… Direkt vor mir ist eine Frau mit Baby auf dem Arm. Sie muss aus irgendwelchen Gründen Ihre Schuhe ausziehen, bevor sie durch die Schleuse geht. Kurzerhand drückt sie mir den kleinen Wurm in die Hand (sie hat mich schon vorher gefragt) und ich halte das Kind so lange.

Bei  mir piept es nicht und ich kann Uhr, Gürtel usw. wieder anlegen. Petra hatte ein paar aufgesammelte Steine und etwas Sand in der Tasche, was direkt konfisziert wurde. Schade.

Im Duty-Free-Shop kaufen wir noch die bestellten Zigaretten und begeben uns dann zum Gate 7, wo ab 16:20 Uhr das Boarding beginnt.

Wir sitzen pünktlich um 16:45 Uhr alle im Flieger, müssen aber wegen einem sehr vollen Flugraum noch 10  Minuten warten. Um 16:55 Uhr rollt der Vogel zunächst rückwärts aus seiner Parkposition und fährt dann auf die Startbahn.

Die Flugroute verläuft heute anscheinend etwas anders als sonst, denn wir fliegen einen ganz komischen Bogen um Teneriffa herum und dann sehr nahe an Fuerteventura vorbei und sogar direkt über Lanzarote hinweg. Meines Wissens war die Route der letzten Flüge anders. Mag wohl mit dem überfüllten Flugraum zu tun haben…

Der Flug verläuft ruhig, wir sitzen – wie schon beim Hinflug – in einem Airbus A320 und bewegen uns mit ca. 950 km/h in einer Flughöhe von ca. 10 km stetig vorwärts. Die Flugroute verläuft heute ander als üblich. Wir fliegen über Marokko, Italien nach Deutschland, anstatt wie sonst über Spanien und Frankreich.

Die voraussichtliche Ankunftszeit wird mit 22:18 angegeben und wir setzen auch um diese Zeit in Nürnberg auf.

Bis wir unsere Koffer haben wird es dann aber 22:05 Uhr und wir nehmen die U-Bahn um 23:16 Uhr. Axel und Petra gehen am Bahnhof zu ihrem Zug, ich gehe zur Straßenbahn.

Um 0:00 Uhr bin ich schließlich in meiner Wohnung.

Vacaciones terminado.

Ausschlafen

Wir frühstücken heute erst um 9:00 Uhr. Ich habe das wichtigste, was ich nicht mehr brauche, schon mal in meinem Koffer verstaut.

Nach dem Frühstück gehen wir zum Mercadona oberhalb des Hotels und kaufen noch ein paar Mitbringsel ein. Auf der Straße Richtung Hafen holen wir in dem dortigen Markt noch ein paar Flaschen Spirituosen (dort gibt es eine sehr große Auswahl), die ich auftragsgemäß mitbringen soll.

Zurück im Hotel ist auch schon wieder Mittagessenszeit. Die letzten Tage haben wir ja fast alle Mittagessen ausfallen lassen, weil wir irgendwo unterwegs waren.

Nach dem Essen beginnt Axel auch schon mal mit dem Kofferpacken. Ich schreibe in der Hotelbar noch ein wenig am Blog.

Wir treffen uns gegen 15:30 Uhr wieder und trinken Kaffee. Danach gehe ich nochmal kurz zum Mercadona und zum Lidl, weil ich was vergessen habe (Kopf wie Flasche leer). Auf dem Weg dahin stoppe ich an der Rezeption, um unsere Bordkarten ausdrucken zu lassen. Wir haben über die App von AirBerlin online eingecheckt und die Bordkarten habe ich als PDF per E-Mail bekommen. Das Ausdrucken dauert etwas, weil der erste PC zu langsam ist und am zweiten die Dokumente nicht geöffnet werden können. Nach ein paar Minuten kommt der Mitarbeiter aber mit den drei Ausdrucken zurück. Kosten tut das ganze nix.

Als ich das Hotel verlasse ist es kurz vor 17:00 Uhr. Es fährt gerade ein Bus vor und Sergej – unser Tourführer von gestern – steigt aus und verabschiedet einige Teilnehmer. Als er mich sieht begrüßt er mich sofort und fragt nach dem Zustand meiner Beine nach der gestrigen Tour… Ich sage ihm, dass alles OK ist (stimmt ja auch, den ich habe so gut wie keinen Muskelkater). Wir wechseln kurz noch  ein paar Worte, aber der Bus muss weiter – und ich auch…

Nach meiner Rückkehr vom Einkaufen gehen wir zum Abendessen – es ist sozusagen das letzte Abendmahl. Heute wieder mit sehr viel Meeresungeziefer wie auch allerlei anderen Köstlichkeiten. Da ich meine Kamera dabei habe, mache ich direkt mal Fotos vom Buffet.

Den Rest des letzten Abends verbringen wir auf der Terrasse. Gegen 21:45 Uhr verabschieden sich Axel und Petra, ich bleibe – wie immer – noch etwas und lausche den Klängen des Saxophonspielers, der heute in der Bar Musik macht. Gegen 23:00 Uhr gehe ich dann auch in mein Zimmer.

So nimmt der letzte Urlaubstag sein Ende.

Masca

Heute geht es zur Wanderung in die Masca-Schlucht. Abholtermin ist um 9:10 Uhr, also gehen wir um 8:00 Uhr Frühstücken.

Um 8:50 Uhr gehen wir zum Auto und ziehen unsere Wanderschuhe an und schnappen uns die Rucksäcke. Am Eingang kommt uns ein junger Kerl mit Rucksack entgegen. Er geht direkt auf uns zu und es ist tatsächlich einer unserer Reiseführer. Er heißt Sergej und kommt aus der Ukraine.

Wir warten auf den Bus, der wenige Minuten später ankommt. Der Fahrer ist Ronald, ein Berliner. Anschließend sammeln wir noch ein paar andere Teilnehmer ein und fahren dann nach Tamaimo, wo es noch eine letzte Möglichkeit gibt auf die Toilette zu gehen.

Hier wird auch gecheckt, ob das Schuhwerk passt und man kann Stöcke, Schuhe und Rucksäcke ausleihen. Im Bus werden wir vom zweiten Reiseführer – er heißt Jo (eigentlich Johannes) und kommt auch aus Deutschland – begrüßt und genauestens für die Tour instruiert. Zwischendurch erklärt er auch etwas zu den Landschaften, durch die wir gerade fahren.

Wir fahren jetzt also zu dem kleinen Bergdorf Masca, zu dem nur eine sehr kleine und enge Serpentinenstrecke über eine Höhendistanz von ca. 300 Metern führt (bis 1981 konnte man das Dorf nur über einen Pfad zu Fuß erreichen). Alleine die Fahrt dorthin ist ein Abenteuer. An einigen Kurven muss der Bus bis zu zweimal zurücksetzen, damit er die Kurve überhaupt fahren kann.

In Masca angekommen werden Wasser, Bananen und ein Schinken-Käse-Baguette an jeden Teilnehmer verteilt.

Anschließend geht es los und wir beginnen mit dem Einstieg in die Schlucht auf ca. 600 Metern Höhe. Es ist jetzt ca. 11:00 Uhr. Vor  uns liegen gut 600 Höhenmeter bergab und ca. 8 km Wegstrecke (lt. Sergej sind das gefühlt 25 km).

Es geht zunächst – Sergej folgend – den Weg hinunter bis zu einer kleinen Brücke. Dort hat jeder, der bis dahin merkt, dass er die Tour evtl. körperlich nicht schafft, die Möglichkeit umzukehren und mit dem Bus zum Hafen und von dort mit dem Boot zum Ausgang der Schlucht zu fahren und auf die anderen zu warten.

Ein kleines Stück hinter der Brücke spricht mich Sergej plötzlich an und meint, dass es für meine Mutter vielleicht doch besser wäre umzukehren… Er meinte damit Petra – Axels Frau. Es war ihm sichtlich peinlich, als ich ihm gesagt habe, dass wir drei Freunde sind. Er spricht dann direkt mit den beiden, weil er der Meinung ist, dass Petra die Tour vermutlich nicht packen würde. Es wird immer schwerer, steiler und heißer. Axel und Petra beschließen also, dass sie zurück zum Bus gehen und wieder nach Los Gigantes fahren. Schade! Ich gehe mit der Gruppe weiter, wir sind jetzt noch insgesamt 12 Personen (inkl. Sergej). Wir sind eine gut gemischte Truppe, die Geschwindigkeit ist bei allen etwa gleich, so dass nie jemand extrem voraus ist oder jemand weit hinterherhängt und die anderen deshalb warten müssen. Die Gruppe besteht aus Deutschen und Polen, was sehr witzig ist, weil heute Abend Deutschland gegen Polen in der EM spielt.

Auf der Wanderung geht es steinige Pfade und Felsen entlang und durch ehemalige Wasserläufe hindurch. Die Felsen erheben sich in bis zu 400 Meter Höhe und die Landschaft ist atemberaubend. Meine Trinkblase im Rucksack hat sich als absolut praktisch erwiesen. Wo alle anderen immer wieder den Rucksack ablegen müssen um darin nach Wasser zu kramen, schnappe ich mir einfach im Laufen das Mundstück und trinke. Nach ca. 2 Stunden machen wir eine Pause, bevor es weiter Richtung Meer geht. Sergej erzählt uns in der Pause, dass er den Spitznamen „Babuschka“ bekommen hat, weil er früher öfters mit älteren Leuten Touren gegangen ist und so immer als letzter angekommen ist. Mittlerweile hält er – egal welches Alter die Leute haben – dieses Klischee aufrecht.

Wir gehen durch Wasserrinnsale, was die Steine teilweise extrem glitschig macht, an schmalen Felsabhängen entlang und überwinden teilweise 2,5 Meter hohe Abstiege. Die Wanderstöcke und -schuhe sind hier ein absoluter Pluspunkt, wobei Sergej mir erzählt, dass er die Tour auch schon mal barfuß gegangen ist, weil er die nassen Schuhe satt hatte.

Gegen 15.30 Uhr erreichen wir schließlich die Bucht, wo schon das Boot wartet. Wir gehen also direkt an Bord und fahren um 15:45 Uhr los zum Hafen von Los Gigantes. Es ist sehr starker Seegang heute, das kleine Schnellboot (wir fahren mit der „Gladiator U“, mit der ich schon vor drei Jahren bei der Walbeobachtung war) schwankt extrem hin und her. Nach ca. 30 Minuten fahrt erreichen wir den Hafen von Los Gigantes und gehen zum Bus, der dort schon wartet.

Der Busfahrer fragt, ob es mir was ausmachen würde, wenn er mich am Lidl rauslässt, sonst müsste er wegen der dort gesperrten Straße einen extremen Umweg fahren. Ich habe damit kein Problem, das sind max. 5 Minuten Fußweg, was nach der Tour heute ja mal gar nichts ist.

Ich steige also am Lidl aus und unser Tourführer ebenfalls, weil sein Auto dort steht. Er lädt mich noch auf einen Kaffee ein und bringt mich dann sogar noch bis zum Hotel. So bin ich um 16:50 Uhr wieder zurück. Ich gehe kurz duschen und dann erst mal was Richtiges trinken.

Axel und Petra sind in ihrem Zimmer und kommen auch dazu. Ich muss natürlich alles von der Tour erzählen. Im Anschluss geht es dann zum Abendessen und schließlich zum gemütlichen Ausklang auf der Hotelterrasse.

Taganana, Benijo, Santa Cruz usw.

Wir frühstücken heute mal auf der Terrasse.  Danach fahren wir los in den Norden Teneriffas, heute mal über die Autobahn.

Wir stoppen als erstes am Strand von „Las Teresitas“. Es regnet ein wenig, was aber nichts ausmacht. Wir gehen kurz ins Wasser und stellen fest, dass es ziemlich kalt ist. Axel probiert das Wasser und bemerkt, dass es ziemlich salzig schmeckt (ähnlich wie in Ägypten).

Dann geht es weiter, auf der mir schon bekannten Strecke nach Taganana und Benijo.

Dort trinken wir einen Kaffee und fahren dann zurück über das „Cruz del Carmen“ und La Laguna. Auf dem Weg dorthin kommt uns in einer Kurve ein Bus entgegen. Ich weiche zwar aus, aber es wird knapp. Der Bus touchiert schon fast unseren Seitenspiegel, als er nach einem Hupen meinerseits aber stehen bleibt. Ich setze etwas zurück und so können wir schließlich beide unbeschadet weiter fahren…

Schließlich kommen wir in Santa Curz an und suchen uns einen Parkplatz. Ich parke – wie so oft in meiner Zeit in Sana Cruz in 2014 – in der Nähe des Fußballstadions an einem Park.

Wir gehen in die Stadt, machen Station im 100 Montaditos, wo wir etwas essen und trinken. Danach geht es weiter zum „Mercado de Nuestra Senora de Africa“, der allerdings quasi geschlossen ist. Nur wenige Stände haben geöffnet. Tja, es ist Siesta…

So gehen wir weiter zum Auditorio und sehen uns die zahlreichen Gemälde auf den Steinen an.

Schließlich fahren wir mit der Tranvia wieder nach oben und laufen zum Auto zurück.

Axel und Petra bleiben im Auto, während ich meine Gasfamilie besuche.

Ich treffe Arancha und Leire vor dem Haus und wir gehen in ein Café gegenüber um einen Kaffee zu trinken und etwas zu reden (soweit es mein Spanisch zulässt). Hier treffen wir auch auf eine Bekannte von Arancha, die ich schon von 2014 kenne. Sie erinnert sich sofort an mich und begrüßt mich.

Leider muss ich um 19.30 Uhr dann langsam wieder los. Ich verabschiede mich und gehe zum Auto.

Wir fahren die Autobahn bis Adeje und beschließen – da wir das Hotel bis zum Abendbuffet um  21:00 Uhr nicht mehr erreichen – bei McDonalds in Adeje zu stoppen und dort zu Abend zu essen.

Zurück im Hotel gehe ich noc an die Bar. Axel und Petra verziehen sich in ihr Zimmer. Als ich gemütlich auf der Terrasse sitze, bekomme ich noch eine Nachricht von Iker (meinem Gastsohn), der sich für die Geschenke bedankt. Bei Vino Tinto und einem atemberaubenden Blick aufs Meer klingt der Abend schließlich aus…

Loro Parque

Nach dem Frühstück fahren wir gegen 9:00 Uhr los nach Puerto de la Cruz. Wir tanken noch schnell (aktueller Spritpreis liegt bei ca. 88-95 Cent pro Liter). In Tamiamo bemerkt Axel plötzlich, dass es hier auch ein Zementwerk gäbe. Auf meine Nachfrage, wie er darauf kommt, meint er, dass er ein Schild mit der Aufschrift „Cementario“ gesehen hätte. Ich kläe ihn darüer auf, dass „Cementario“ Friedhof bedeutet.

Schließlich erreichen wir dann über die uns bereits bekannten Serpentinenstrecken gegen 10:00 Uhr den Loro Park. Wir bekommen – wie letztes Jahr – einen Parkplatz ganz in der Nähe und machen uns dann auf in den Park.

Nachdem wir unsere Tickets gekauft und auf den Einlass gewartet haben, entscheiden wir uns noch für die „Discovery-Tour“, die aber erst um 11:30 Uhr startet.

Wir gehen also erst mal ein bisschen durch den Park und schauen und dies und das an.

Die Tour führt eine Spanierin, die in Deutschland gelebt hat, aber im Alter von 7 Jahren nach Spanien zurückgegangen ist. Sie spricht aber sehr gut Deutsch und gestaltet die gesamte Führung sehr interessant und lustig.

Nachdem wir hinter die Kulissen der Gorillas und der Orcas geschaut haben und sehr viel über die Entstehung des Parks gehört haben, ist die Führung nach gut 90 Minuten beendet.

Wir streifen noch ein wenig durch den Park und schauen uns dann um 14:00 Uhr die Orca-Show an, die einfach großartig war. Eine Aufnahme dieser Show steht auf der Videoseite in den nächsten Tagen zur Verfügung.

Im Anschluss gehen wir zur Loro-Show. In dem Raum ist es extrem stickig und warm und wir sind froh dass die Show nach ca. 20 Minuten zuende ist. auch hiervon gibt es einen Film.

Nach der Loro-Show steht noch die Show der Seelöwen an.

Hier macht kurz vor dem Ende der Show der Akku der Videokamera schlapp. Das wichtigste ist aber aufgenommen. Den Rest filme ich mir meiner Kamera (findet sich alles in Kürze auf der Seite).

Nach der Seelöwenshow begeben wir uns Richtung Ausgang.

Wir fahren also wieder zurück Richtung Hotel und halten wieder an dem Aussichtspunkt bei San Juan de la Rambla und trinken einen Kaffee am Imbiss. Anschließend fahren wir runter zum Playa El Soccorro. Hier ist einiges los, die Parkplätze sind alle belegt. Wir schauen ein wenig dem Treiben der Surfer im Wasser zu und machen das ein oder andere Foto, bevor wir wieder zum Hotel zurückfahren.

Heute haben wir das zweite A La Carte -Essen, zu dem wir uns nach einem kurzen Aufenthalt in der Hotelbar dann auch begeben.

Das Essen ist wie immer hervorragend. Beim Dessert ist mein Brownie auf dem Teller hochkant aufgestellt, so dass ich dem Kellner gegenüber den Kommentar abgebe, das es sich hier wohl um „El Teide“ handelt… Er muss darüber lachen und kurz darauf werden uns die Gläser Cava (Sekt) serviert. Quasi als gute Geste des Hauses.

Axel und Petra gehen nach dem Essen auf Ihr Zimmer, ich beschließe noch ein wenig der Musik in der Hotelbar zu lauschen und gehe dann nach zwei Vino Tinto auch auf mein Zimmer.

La Gomera

Heute geht es ohne Frühstück los. Wir werden nämlich schon um 7:00 Uhr abgeholt. Es geht zuerst mit einem kleinen Bus nach Las Americas, wo wir gegen 7:40 Uhr ankommen. Dort warten schon die Jeeps (Landrover und Toyota). Einige kommen noch nach und nach an. Wir waten bis kurz nach 8:00 Uhr, werden von unserem Reiseführer begrüßt (er ist aus den Niederlanden) und in einen Jeep verfrachtet. Wir sitzen zu dritt hinten auf den Seitlichen Sitzplätzen. Neben unserem Fahrer – Massimo – sind noch 7 Passagiere im Jeep.

Nun geht es weiter zum Hafen von Los Cristianos. Die Jeeps fahren auf die Fähre, wir bekommen unsere Tickets und gehen ebenfalls auf die Fähre, die um 9:00 Uhr ablegt.

Die Überfahrt ist ruhig und wir laufen nach ca. 40 Minuten Fahrt im Hafen von San Sebastian de La Gomera ein und fahren in den Jeeps von der Fähre.

Nun geht die Tour quer durch die Insel. La Gomera ist die zweitgrößte Kanareninsel (nur El Hierro ist noch kleiner) und misst ca. 24 km im Durchmesser (sie ist fast rund). Aktuell leben ca. 20.000 Menschen auf der Insel.

Wir halten an mehreren Stellen an, erfahren Details zur Insel und machen Bilder. Unser Reiseführer ist ein lustiger Kerl, jedes Mal wenn wir aussteigen ruft er: „Deutschis“ und alle deutschsprachigen Teilnehmer laufen zu ihm.

Nach dem Besuch einer Bananenplantage und Stopps an einigen Aussichtspunkten geh es zum Mittagessen in ein typisches einheimisches Lokal. Es gibt eine gelbe Zucchinisuppe als Vorspeise. Zum Hauptgang gibt es Hähnchen mit Reis und Papas Arrugadas mit Mojo Rojo. Das Dessert besteht aus Eis und einer Banane.

Im Anschluss an das Essen bekommen wir noch eine Vorführung der Pfeifsprache „El Silbo“, die schon früher von den Einwohnern Gomeras „gepfiffen“ wurde und die nun seit 2008 wieder an den Schulen unterrichtet wird.

Weiter geht es in teilweise rasantem Tempo durch die Serpentinen La Gomeras und durch enge Gassen in den urigen Dörfern. In der „La Laguna Grande“ im Nationalpark Garajonay machen wir wieder halt. Dort gibt es ein paar Wege durch den Lorbeerwald und ein Café, in dem wir einen Barraquito (kanarische Kaffeespezialität mit Kondensmilch, Kaffee, Milchschaum und Licor 43) trinken. Schmeckt nicht übel, mir persönlich ist es aber zu süß.

Wir fahren über ein paar weitere Stopps wieder nach unten zum Hafen. Kurz vor 16:00 Uhr werden wir am Eingang zur „Altstadt“ abgesetzt und haben nun freie Zeit. Um 17:00 Uhr müssen wir wieder an der Fähre sein. Wir laufen kurz durch die Gassen, schauen uns die Kirche an und trinken eine Kleinigkeit. Um 17:00 Uhr stehen wir dann an der Fähre und warten, bis wir einsteigen können.

Nachdem die Fähre um 17:30 Uhr ab- und um 18:20 Uhr in Teneriffa wieder angelegt hat, werden wir mit dem Jeep direkt zum Hotel gebracht, wo wir um 19:00 Uhr ankommen.

Nun geht es noch zum Buffet (heute gibt es viel asiatisches Zeugs – Sushi, Frühlingsrollen, Nasi Goreng, mehrere Hühnchen- und Schweinefleisch-Gerichte mit Curry, allerlei Meeresungeziefer, etc.).

Wir besprechen bei Cappuccino, Vino Tinto/Rosado und Sangria noch den morgigen Tag, für den wir einen Ausflug in den Loro-Park geplant haben und begeben uns dann in unsere Zimmer. Ein langer, aufregender aber interessanter Tag geht somit zuende.

Auf dem Meer

Frühstück ist um 9:15 Uhr. Wir müssen ins zweite Restaurant, das erste hat geschlossen. Es ist hier so, dass das Hauptrestaurant als erstes öffnet. Wenn dort die Auslastung erreicht ist, wird der Zugang geschlossen und die Leute müssen gegenüber ins zweite Restaurant gehen. Wenn die sich im ersten Restaurant wieder „erholt“ haben wird es für den Rest der Meute wieder geöffnet und das zweite geschlossen. Das ist bei allem Mahlzeiten so und scheint gut zu klappen. Das Personal ist stets freundlich und total auf Zack.

Da heute Sonntag ist, gibt es Sekt, Kaviar, Lachs und allerlei andere feine Sachen.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf in Richtung Hafen von Los Gigantes. Wir wollen eine Wal-/Delfin-Bobachtungstour machen.

An der Stelle, an der vor 3 Jahren noch eine große Baustelle war, sind nun ein kleiner Park, ein Lidl und allerlei anderes entstanden. Lidl hat von Mo.-So. von 8:00 – 22:00 Uhr geöffnet – ist ja fast wie im Nürnberger Bahnhof…

In einem kleinen Geschäft findet Petra zwei schöne leichte Sommerkleider. Wir gehen dann weiter zum Hafen und kaufen uns auf dem Weg in einem der zahlreichen Läden die Tickets für die Tour mit dem Boot. Die dauert 2 Stunden. Bis dahin sind noch 45 Minuten Zeit, die wir damit verbringe uns ein Eis zu gönnen und zum Hafen runter zu laufen. Das Wasser im Hafenbecken ist glasklar und es schwimmen jede Menge Fische darin herum, u.a. sehen wir einen Rochen mit ca. einem Meter Durchmesser.

Die Tour startet um 13:30 Uhr und es sind ca. 25 Leute an Bord. Der Kapitän Pedro sieht aus wie ein alter Seebär mit grauem, zusammengebundenem Haar und ist absolut gut drauf. Sein Helfer ist ein junger Kerl namens Juan Carlos.

Wir fahren also raus aufs Meer und sehen nach ca. 25 Minuten die ersten Delfine. Axel macht insgesamt fast 500 Bilder, weil er einfach draufhält und abdrückt. Die Biester schwimmen so schnell, dass es wohl kaum anders möglich ist, brauchbare Bilder zu bekommen. Ich filme mit Axels Videokamera ein paar Szenen und hoffe, dass ich einiges festhalten kann. Auf dem Display ist bei der Sonneneinstrahlung nur wenig zu erkennen. Na wir werden sehen… Die Ergebnisse finden sich ggf. in Kürze unter „Videos“.

Im Anschluss geht es noch an der Steilküste von Los Gigantes vorbei, in der wir drei Kletterer in der Wand sehen. Wie üblich folgt ein Stopp in der Bucht, von der aus man in die Masca-Schlucht aufsteigen kann bzw. wo man beim Abstieg ankommt. Dort gibt es Kekse und Gertränke und es kann kurz im Meer gebadet werden. Wir nehmen schließlich noch zwei Wanderer mit zurück und laufen pünktlich nach zwei Stunden wieder in den Hafen ein.

Wale haben wir heute leider nicht gesehen, aber man kann ja nicht alles haben. Vor drei Jahren habe ich Wale gesehen, dafür keine Delfine. Es war denoch eine schöne Tour.

Nun geht es noch zurück zum Hotel. Der Fußmarsch dauert ca. 35 Minuten. Wir trinken zuerst mal was und gehen nach einer kleinen Ruhepause wieder zum Buffet.

Ausklang in der Hotelbar bei Cappuccino, Vino Tinto, Sangria und Gin Tonic. Heute wird es nicht so lang, morgen werden wir schon um 7:00 Uhr zur Tour nach La Gomera abgeholt.

Buenas noches amigos!

Icod de los Vinos – El Drago

Ich begebe mich – nach dem Aufstehen versteht sich – zum Zimmer von Axel und Petra, um die beiden zum Frühstücken abzuholen. Die Vorhänge sind noch zugezogen und es sieht aus, als würde noch keiner wach sein.

Ich klopfe also an und sieh da – die beiden haben noch fast geschlafen… Axels Handyzeit hat sich verstellt – wie bei mir am ersten Tag auch schon – und so dachte er, es sei erst kurz nach 7 Uhr, dabei ist es schon kurz nach 8.

Um 8:30 Uhr sind wir dann beim Frühstück und machen uns im Anschluss auf den Weg nach Icos de los Vinos. Wir stellen das Auto im Parkhaus ab und gehen in den Park, in dem der Drachenbaum (El Drago) steht. Axel findet zahlreiche Motive für die Fotokamera, u.a. haben es ihm auch die vielen Eidechsen angetan die hier überall herumlaufen.

Der Schmetterlingspark hat leider nicht offen, also verkosten wir noch Wein und Käse sowie Mojo-Soßen und Marmelade und Axel kauf einen Setzling für eine Palme, die er zuhause einpflanzen will.

Vom El Drago fahren wir weiter Richtung Norden. Ziel ist zunächst der Strand von El Socorro. Da die Ausfahrt gesperrt ist, fahren wir di nächste ab und wenden. An der Ausfahrt auf der anderen Straßenseite steht ein Polizist, der uns stoppt. Es stellt sich heraus, dass ein Marathon oder sowas im Gange ist und wir deshalb wohl die Straße nicht  befahren können.  Wir fahren also wieder in die andere Richtung und halten an einem Aussichtspunkt bei San Juan de la Rambla.

Nach einem guten Espresso am dortigen Imbiss machen wir noch ein paar Bilder und fahren dann weiter Richtung Hotel. Zwischendurch gibt es noch ein paar Fotostopps, bis wir dann schließlich ggen 16:30 Uhr wieder im Hotel sind. Wir begeben uns noch ein bisschen an den Pool und genießen der Rest des Tages, bevor wir zum á la carte-Essen gehen. Bei unserem Hotelaufenthalt sind insgesamt zwei á la carte-Essen inklusive. Das isst einmal „Spanisch“ und einmal „Grill“. Heute war spanisch und es gab die Auswahl zwischen drei Vorspeisen, drei Hauptspeisen und drei Desserts.

So ist es dann mittlerweile nach 2 Uhr und der Abend klingt in der Hotelbar aus. Hin und wieder hört man Jubelschreie der Fußballgemeinde, die in der Hotellobby das Spiel verfolgen. Da hast dann wohl jemand ein Tor geschossen…

Morgen ist das Frühstück etwas später angesetzt, schließlich ist Sonntag…

El Teide

Heute ist die Wanderung auf den Teide geplant. Nach einem guten Frühstück fahren wir gegen 9:30 Uhr los. Nach der Fahrt über Serpentinenstrecken erreichen wir – nach einigen Fotostopps – gegen 11 Uhr die Seilbahnstation zum Teide in 2.250 m Höhe.

Wir parken das Auto auf dem Seitenstreifen, ziehen unsere Wanderschuhe an und schnappen uns die Rucksäcke samt Wanderstöcken.

Wir lösen das Ticket für die Seilbahn und fahren dann die ca. 1.300 Höhenmeter in ca. 8 Minuten nach oben.

Oben angekommen begeben wir uns direkt zum Wanderweg Nr. 10. Das ist der Weg zum Gipfel, der nur mit Reservierung – die wir natürlich haben – betreten werden darf.

Wir begeben uns – nach der Überprüfung unserer Registrierung also auf den Weg zum Gipfel.

Es sind noch ca. 170 Höhenmeter, die über einen felsigen Weg zu bestreiten sind.

Nach gut einer Stunde erreichen wir schließlich den Gipfel. Wir befinden uns nun auf einer Höhe von 3.718 m. Aus Felsspalten treten Schwefelgase und warme Luft aus.

Der Ausblick vom Gipfel ist atemberaubend. Es sind die Inseln La Gomera, El Hierro, La Palma und Gran Canaria zu sehen. Fuerteventura und Lanzarote sind aufgrund von Wolken nicht erkennbar.

Zu dem Zeitpunkt sind neben uns grade mal noch fünf Leute auf dem Gipfel.

Der Abstieg ist in knapp einer Stunde erledigt. Durch die Wanderstöcke geht der Abstieg gut von der Hand.

Wir fahren mit der Seilbahn wieder nach unten, schauen uns noch ein paar Felsformationen an und fahren dann weiter über Villaflor und Adeje Richtung unseres Hotels. Im Lidl in Adeje halten wir kurz an und nehmen uns noch ein Sixpack Wasser mit.

Die Lidl-Filiale ist prinzipiell genau so aufgebaut wie die bei uns. Die Artikel sind auch sehr ähnlich. Teilweise sogar identisch, nur halt mit spanischem Aufdruck…

Im Hotel angekommen geht es erst mal ins Zimmer. Ich will grade meine Zimmerkarte in den Kartenleser stecken, aber da steckt bereits eine Karte drin. Anscheinend hat der Zimmerservice die vergessen. Auf dem Weg zum Abendessen gebe ich die Karte an de Rezeption ab.

Nach dem Abendessen sitzen wir noch in der Hotelbar und genießen den Sonnenuntergang.  Axel und Petra verabschieden sich um 9:15 Uhr, ich bleibe noch ein wenig.

Heute ist EM Beginn. Das Spiel wird in der Hotellobby auf sechs Bildschirmen übertragen. Ich schaue in der 83. Minute kurz mal auf einen  Monitor, es steht 1:1.

Als ich gemütlich auf einem der Sessel in der Bar Habana sitze, kullert plötzlich ein Gummiball heran… Ich schnappe mir den Ball und schaue, wo er hingehören könnte. Draußen suchen ein paar Kinder nach etwas und als ich mit dem Ball ankomme fragt mich der Junge: „Where was it?“ (Wo war er?). Ich antworte ihm: „Inside“ (Drinnen). Er freut sich dass der Ball wieder da ist und die Kids spielen weiter.

In der Bar spielt heute ein Saxophon-Spieler. Ich höre den Klängen noch einige Zeit zu und gehe dann auch in mein Zimmer.

Ein interessanter Tag findet so sein Ende.